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Schiefe Zähne sind in unserem Land und weltweit eines der häufigsten Zahnprobleme. Im Säuglingsalter brechen die Milchzähne durch und fallen nach einer gewissen Zeit wieder aus.

Schiefe Zähne (crooked teeth) gehören zu den häufigsten Zahnproblemen weltweit. Im Säuglingsalter brechen zunächst die Milchzähne durch und fallen nach einiger Zeit aus. Danach treten die bleibenden Zähne hervor, die ein Leben lang im Mund bleiben sollen. Diese bleibenden Zähne zeigen jedoch nicht bei jedem Menschen eine perfekte Ausrichtung. Bei manchen Personen brechen die Zähne schräg durch, was zu Engständen und Fehlstellungen führt. Schiefe Zähne können zahlreiche Probleme nach sich ziehen: Betroffene verstecken häufig ihr Lächeln oder halten beim Sprechen die Hand vor den Mund – Verhaltensweisen, die nach und nach das Selbstvertrauen beeinträchtigen können. Vor allem im Kindesalter können solche Sorgen um das äußere Erscheinungsbild dazu führen, dass Kinder sich aus dem sozialen Leben zurückziehen, was sich schnell zu einem dauerhaften Mangel an Selbstbewusstsein entwickeln kann.

Es gibt viele Gründe dafür, dass Zähne schief durchbrechen; selten ist nur ein einziger Faktor verantwortlich. Genetische Faktoren allein können bereits eine Fehlstellung verursachen. Manchmal sind auch verschiedene Mundgewohnheiten an der Entstehung beteiligt. Natürlich kann das Problem der schiefen Zähne mit einer geeigneten Behandlung erfolgreich korrigiert werden. Zudem muss diese Behandlung nicht zwingend im Kindesalter erfolgen. Es ist wichtig zu betonen, dass schiefe Zähne, die in der Kindheit nicht behandelt wurden, im Erwachsenenalter problemlos korrigiert werden können. Darauf kommen wir später noch zurück – zunächst lohnt sich ein Blick auf die Ursachen.

Warum entstehen schiefe Zähne?

Im Allgemeinen lassen sich die Antworten auf die Frage, warum Zähne schief werden, wie folgt zusammenfassen:

Ernährungsweise und Kauverhalten

Heutzutage haben viele Lebensmittel eine weiche Konsistenz. Beim Verzehr dieser Nahrung ist intensives Kauen oft nicht erforderlich. Weniger Kauaktivität kann jedoch im Laufe der Zeit dazu führen, dass sich der Kiefer nicht ausreichend entwickelt. Der Kiefer bleibt kleiner als vorgesehen, was wiederum das Problem der schiefen Zähne begünstigen kann. Denn nach dem Ausfallen der Milchzähne finden die bleibenden Zähne nicht genügend Platz, um korrekt durchzubrechen. Ein zu kleiner Kiefer ist daher eine häufige Ursache für schief stehende Zähne. Beim Durchbruch können die Zähne andere Zähne zusammendrängen und so die korrekte Zahnstellung verhindern.

Früher waren Lebensmittel im Allgemeinen härter und weicheres Essen weniger verbreitet. Mit der zunehmenden Verarbeitung von Lebensmitteln und der Einführung weicherer Produkte ist auch die Häufigkeit von schiefen Zähnen gestiegen. Die Form und Größe der Zähne wird zwar genetisch bestimmt, aber die Ernährungsweise und die Art der verzehrten Nahrung beeinflussen die Kieferentwicklung erheblich.

Auch wenn keine genetische Veranlagung für schiefe Zähne vorliegt, können die genannten Ernährungs- und Konsumgewohnheiten dazu führen, dass der Kiefer zu klein bleibt. Wird dies frühzeitig erkannt, können verschiedene Maßnahmen wie z. B. eine Kiefererweiterung oder die Entfernung von Zähnen, die andere Zähne einengen, in Betracht gezogen werden.

Mangelhafte Ernährung

Ebenso wie Personen, die ihre Mund- und Zahnpflege vernachlässigen, haben Menschen mit unzureichender oder einseitiger Ernährung ein erhöhtes Risiko für schiefe Zähne. Besonders im Kindesalter ist eine vielseitige und gesunde Ernährung für die Zahn- und Kieferentwicklung von großer Bedeutung. Es ist bekannt, dass dieses Problem bei Personen, die in ihrer Kindheit mangelhaft ernährt wurden, häufiger auftritt. Wenn außerdem regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt ausbleiben, kann eine frühzeitige Behandlung von Zahnfehlstellungen versäumt werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Unterernährung, einseitige Ernährung und mangelnder Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu den Ursachen für Zahnfehlstellungen gehören.

Weitere Faktoren, die zur Entstehung schiefer Zähne beitragen

Genetische Faktoren sind eine der wichtigsten Ursachen für das Problem schiefer Zähne. Ist der Unter- oder Oberkiefer aufgrund genetischer Veranlagung zu klein, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlstellung. Genetische Einflüsse können außerdem dazu führen, dass Zähne im Kiefer fehlen oder zusätzliche Zähne vorhanden sind. Das heißt, genetisch bedingte Probleme betreffen nicht nur die Zahnstellung, sondern auch die Zahl und Lage der Zähne.

Eine weitere Ursache sind Verletzungen im Kindesalter, die Gesicht, Kiefer oder Mund betreffen. Solche Traumata können insbesondere in der Kindheit Schäden an Kiefer- und Gesichtsknochen verursachen. Auch Risse oder Brüche an den Zähnen können entstehen, wodurch ein regulärer Zahndurchbruch erschwert wird. Gewohnheiten wie das Kauen von Stiften oder Brillenbügeln, Nägelkauen oder Daumenlutschen im Kindesalter zählen ebenfalls zu den Faktoren, die zu schiefen Zähnen beitragen können.

Wie werden schiefe Zähne behandelt?

Wird bei einem Patienten eine Fehlstellung der Zähne festgestellt, wird zunächst die am besten geeignete Behandlungsmethode ermittelt. An erster Stelle steht dabei in der Regel die Kieferorthopädie. Mit einer Zahnspange können Probleme in der Zahnstellung korrigiert und der unregelmäßige Eindruck der Zähne beseitigt werden. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass diese Behandlung in sehr kurzer Zeit abgeschlossen ist. Für ein erfolgreiches Ergebnis mit einer Zahnspange ist Geduld erforderlich. Je nach Ausmaß der Zahnengstände können zusätzlich Maßnahmen wie eine Kiefererweiterungsoperation in Betracht gezogen werden. Nicht bei jedem Patienten ist ein chirurgischer Eingriff notwendig – er wird nur in den Fällen eingesetzt, in denen er tatsächlich erforderlich ist. Außerdem gibt es weitere Optionen wie den Einsatz von Retentionsapparaturen. Ihr Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde wählt die für Sie passende Behandlungsmethode aus und leitet anschließend die Therapie ein.

Warum treten schiefe Zähne im Erwachsenenalter auf?

In der Bevölkerung herrscht oft die Meinung, dass schiefe Zähne ein Problem des Kindesalters seien. Tatsächlich kann diese Problematik jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. An erster Stelle stehen hier wiederum genetische Faktoren. Aufgrund genetischer Einflüsse können im Erwachsenenalter Probleme mit der Zahnstellung sichtbar werden. Eine weitere Ursache ist eine einseitige oder ungesunde Ernährung. Es ist bekannt, dass zwischen Ernährung, Zahngesundheit und Zahnstellung ein enger Zusammenhang besteht.

Verletzungen sind ein weiterer Faktor, denn hierbei kann der Kieferknochen geschädigt werden. Probleme am Kieferknochen wirken sich häufig negativ auf die Zahnstellung aus. Auch dauerhaftes Atmen durch den Mund kann im Erwachsenenalter zu Fehlstellungen beitragen. Zudem können bestimmte Erkrankungen von Kiefer und Gesicht die Entwicklung schiefer Zähne begünstigen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch Erwachsene von Zahnfehlstellungen betroffen sein können – doch kieferorthopädische Behandlungen können auch bei Erwachsenen sehr erfolgreiche Ergebnisse liefern.

In wie vielen Monaten lassen sich schiefe Zähne korrigieren?

Zur Dauer der Korrektur schiefer Zähne lässt sich keine allgemeingültige Zeitangabe machen. Die Behandlungsdauer ist bei jedem Menschen unterschiedlich, daher wäre selbst eine Schätzung oft irreführend. Kieferorthopädische Behandlungen mit Zahnspangen dauern in der Regel ab etwa 6 Monate und können – je nach Patient – bis zu 30 Monate in Anspruch nehmen. Der Grad der Fehlstellung ist dabei ein entscheidender Faktor: Leichte Fehlstellungen können in kürzerer Zeit korrigiert werden, während bei ausgeprägteren Problemen eine längere Behandlungsdauer zu erwarten ist. Einer der Gründe, warum die Behandlungszeit so sehr interessiert, sind ästhetische Bedenken. Dabei gibt es viele unterschiedliche Spangenoptionen, z. B. durchsichtige Zahnspangen. Um ästhetische Sorgen zu reduzieren, können Sie sich von Ihrem Zahnarzt ausführlich über die verschiedenen Spangensysteme informieren lassen.

Lassen sich schiefe Zähne ohne Zahnspange korrigieren?

Wenn Patienten aufgrund des Problems schiefer Zähne keine Zahnspange tragen möchten, kann auf Zahnkronen bzw. Veneers zurückgegriffen werden. Diese Behandlungen korrigieren die Zahnstellung an sich nicht, sondern kaschieren das unregelmäßige Erscheinungsbild. Verschiedene Verblendungs- und Kronenoptionen ermöglichen ein sehr natürliches Zahnbild und können deshalb in Betracht gezogen werden. Ihre Fragen zu schiefen Zähnen können Sie gerne im Kommentarbereich stellen.